Was hat der Zugewinnausgleich mit dem Erbe zu tun?

Haben die Ehegatten in Zugewinngemeinschaft gelebt, so bekommt der überlebende Ehegatte als gesetzlicher Erbe den Zugewinnausgleich in Form eines zusätzlichen Viertels Erbquote (§ 1371 Abs. 1 BGB). Soweit der Ehegatte also nur zu einem Viertel erbt, erhält er so die Hälfte des Erbes, anstelle der Hälfte drei Viertel.

Alternativ dazu kann er auch die Erbschaft ausschlagen und dann immer noch – ausnahmsweise – den Pflichtteil beanspruchen (§ 1371 Abs. 3 Satz 1). Zusätzlich wird dann der „ganz normale“ Zugewinnausgleich durchgeführt.

Als Anwalt (oder als der Ehegatte selbst) muss man hier also genau rechnen und daneben auch die steuerlichen Aspekte berücksichtigen.