Was ist die Erbenstellung?

Der Erbe tritt in alle Rechtspositionen, Rechte und Pflichten des Erblassers ein. Er erbt also Vermögen, Schulden und Verbindlichkeiten – entweder komplett oder zu einem gewissen Bruchteil. Das Gesetz bezeichnet dies als „Gesamtrechtsnachfolge“ (§ 1922 BGB)

Dagegen ist man als Pflichtteilsbezieher oder Vermächtnisnehmer kein Rechtsnachfolger, sondern hat lediglich einen Anspruch auf Geld oder eine Sache, ansonsten aber nichts mit dem Nachlass zu tun.

Wer sind Erben der ersten Ordnung?

Als Erben der ersten Ordnung bezeichnet man die Abkömmlinge der Erblassers (§ 1924 BGB), also alle Personen, die von ihm abstammen. Dies sind in erster Linie dessen Kinder, aber auch die Enkel, Urenkel usw. Den Enkeln bringt ihre Erbenstellung aber in der Regel nichts, da zunächst ausschließlich die Kinder erben (§ 1924 Abs. 2 BGB). Nur, wenn ein Kind des Erblassers verstorben sein sollte, erben an seiner Stelle dessen Kinder (§ 1924 Abs. 3 BGB).