Das Erbrecht im Gesetz

Das Erbrecht ist, wie viele bedeutende Teile des Zivilrechts, nicht in einem eigenen Gesetz, sondern im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Das fünfte Buch des BGB mit den Paragraphen 1922 bis 2385 beschäftigt sich in ungewöhnlicher Breite mit allen Aspekten des materiellen Erbrechts:

  • Abschnitt 1 (§§ 1922 bis 1941) – Erbfolge
  • Abschnitt 2 (§§ 1942 bis 2063) – Rechtliche Stellung des Erben
  • Abschnitt 3 (§§ 2064 bis 2273) – Testament
  • Abschnitt 4 (§§ 2274 bis 2302) – Erbvertrag
  • Abschnitt 5 (§§ 2303 bis 2338) – Pflichtteil
  • Abschnitt 6 (§§ 2339 bis 2345) – Erbunwürdigkeit
  • Abschnitt 7 (§§ 2346 bis 2352) – Erbverzicht
  • Abschnitt 8 (§§ 2353 bis 2370) – Erbschein
  • Abschnitt 9 (§§ 2371 bis 2385) – Erbschaftskauf

Daneben gibt es noch einzelne Vorschriften in anderen Regelungskomplexen, die ebenfalls ins Erbrecht ausstrahlen, bspw. § 1371, der den Zugewinn unter Ehegatten im Todesfall behandelt.

In prozessualer Hinsicht gibt das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) das Verfahrensrecht gewisser erbrechtlicher Auseinandersetzungen, einschließlich Spezialregelungen über die Testamentseröffnung und das Erbscheinsverfahren, vor (§§ 345 bis 373).